Fachverfahren

Die komplexe Symptomatik von Traumafolgestörungen bedarf eines besonderen Zugangs unter Einbeziehung des Verhaltens, der Gedanken und Gefühle sowie des Körpers und vegetativen Nervensystems der KlientInnen. Die Traumatherapie bietet dafür eine vielseitige Mischung aus ganz unterschiedlichen Fachverfahren.

Die folgenden Methoden und Fachverfahren werde ich dir in der Therapie nach und nach vorstellen. Bei Bedarf kannst du mitentscheiden, welche dir gerade weiterhelfen und gut tun. So kannst du deinen Therapieprozess aktiv mitgestalten.

Zudem ist es mir ein großes Anliegen, dass du die in der Therapie gelernten Techniken auch zwischen deinen Terminen anwenden kannst, damit du dich selbst reorientieren, stabilisieren und unabhängig von deiner Therapeutin die Inhalte der Termine reflektieren und vertiefen kannst.

Tiergestützte Traumatherapie

Hunde begegnen uns mit bedingungsloser Wertschätzung, sind wertfrei, können unsere Gefühle wahrnehmen, darauf reagieren und bleiben dabei authentisch.

Die Anwesenheit und Integration der Hunde in die Traumatherapie bringt eine natürliche Lebendigkeit und Leichtigkeit mit sich. Sie können ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und eine Bindung aufbauen, was vielleicht bisher mit anderen Menschen aufgrund bestimmter Erfahrungen nur wenig oder gar nicht möglich war.

Naturgestützte Traumatherapie

Eine weitere inspirierende Co-Therapeutin ist die Natur. Wir sind ein Teil von ihr und sie ist ein Teil von uns. Die natürliche Verbundenheit zu ihr ermöglicht uns tiefe Entspannung sowie das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Durch ihre beruhigende Wirkung und die Aktivierung unserer Aufmerksamkeit entsteht Raum für neue Perspektiven und Sichtweisen auf alte Herausforderungen. Diese und viele weitere Vorteile des heilenden Bandes zwischen Mensch und Natur können wir uns in der Therapie zu Nutze machen.

Enaktive Traumatherapie

PITT

„Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie“ (PITT) nach prof. Dr. med. Luise Reddemann ist ein ressourcen- und resilienzorientierter Ansatz, der Imaginationen als heilsame Kraft nutzt. Die Klientin lernt mit sich selbst mitfühlend und tröstend umzugehen. Dieses Mitgefühl geht einher mit Achtsamkeit, Freundlichkeit und Freude und führt zu Stärkung und Stabilität, sodass die Klientin bewusst in der Gegenwart ankommen und ihre Möglichkeiten nutzen kann.

Körperorientierte Verfahren

Der Körper nimmt in der Traumatherapie eine ganz besondere Rolle ein, da viele traumatische Erinnerungen auf der körperlichen Ebene gespeichert werden.

In meine therapeutische Arbeit fließen Elemente aus dem Somatic Experiencing (nach Peter Levine), der Somatischen Psychotherapie (nach Manuela Mischke-Reeds) und der Sensumotorischen Psychotherapie (nach Pat Ogden) ein.

ACT

„Acceptance and Commitment Therapy“ (ACT)

Hypnosystemische Therapie

Die Hypnosystemische Therapie nach Gunther Schmidt kombiniert Methoden der Hypnotherapie mit der Systemischen Therapie zu einem ganzheitlichen lösungsfokussierten Ansatz, der alle Sinneskanäle einbezieht und dem Grundsatz folgt, dass die Lösung für Ihre Probleme bereits in Ihnen liegt.

Ego-State-Therapie

Die Ego-State-Therapie basiert auf einem Teilemodell der Persönlichkeit. Demnach besteht die Persönlichkeit aus verschiedenen Ich-Zuständen, die zusammenarbeiten, um den Alltag und das Leben möglichst gut zu bewältigen. Bei gesunden Menschen funktioniert diese Zusammenarbeit sehr gut. Nach einem Trauma kann es sein, dass sich ein Ich-Zustand (Ego-State) entwickelt, der sich nicht mehr integriert, sondern sich abspaltet und dem bewussten Ich nicht mehr zugänglich ist, sodass es zu einem Mangel an Kooperation zwischen den Ego-States kommt. Ziel der Ego-State-Therapie ist die Integration aller Ich-Zustände, sodass alle Ego-States in harmonischen kooperativen Beziehungen miteinander stehen können.

EMDR

„Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ (Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung) nach Dr. Francince Shapiro ist eine Methode zur Behandlung von Traumafolgestörungen, die eine bilaterale Hemisphären-Stimulation (wechselseitige Stimulation beider Gehirnhälften) als ein zentrales Element hat. Dabei bewegt die Therapeutin ihre Hand von links nach rechts und die Kleintin folgt ihren Fingern mit den Augen. Diese Stimulation unterstützt das Gehirn die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten.

EMDR bei komplexen Traumafolgestörungen

Dieser Ansatz nach Dolores Mosquera und Anabel Gonzalez geht auf die Besonderheiten beim EMDR in der Arbeit mit komplexen Traumafolgestörungen ein, wie z.B. eine ausführlichere Stabilisierungsphase und die bilaterale Stimulation bei verschiedenen Persönlichkeitsanteilen.